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Baracoa Reiseführer – Sehenswürdigkeiten & Insider-Tipps

Zuletzt aktualisiert am 21. September 2025
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Inhaltsübersicht

Baracoa – Paradies pur dank Schokolade und tropischen Wäldern

Baracoa war die erste und somit die älteste Stadt in Kuba. Doch ihre Abgeschiedenheit fanden die spanischen Eroberer ungünstig und so zogen sie weiter. Zum Glück, denn so entstand hier ein ganz besonderes Fleckchen in Kuba. Unberührte Natur trifft, Liebe, Gelassenheit, exotische Tiere, Kakao und Reinheit.

Jeder kennt jeden. Eine herzliche Gemeinschaft herrscht in dieser kleinen Stadt und Besucher werden liebevoll aufgenommen. Die Uhren ticken hier gemütlicher. Eigentlich sogar gar nicht, sondern Vögel zwitschern, das Meer rauscht, fröhliches Lachen und rhythmische Musik ziehen durch die Straßen und Gassen von Baracoa.

Die tropische Natur mit ihrer einzigartigen üppigen Vegetation und die großartigen Strände machen die gesamte Region zu einem absoluten Traum. Der Alexander-von-Humboldt Nationalpark wartet mit einer phänomenalen Pflanzenwelt. Die Tierwelt hier ist weltweit einzigartig, fast alles Tiere leben nur dort, nirgendwo anders weltweit. Schwer vorstellbar, doch einige Arten wurden über Jahrzehnte nur ein einziges Mal gesehen. Mit etwas Glück, kannst du Kubas Nationalvogel, der Tocororo, nicht nur hören, sondern auch sehen. 

Auch die Gourmets kommen in Baracoa nicht zu kurz. Denn neben dem Nationalpark ist Baracoa auch für seine Schokolade berühmt. Zum Frühstück tauschen alle liebend gern den heißgeliebten Kaffee oder Tee gegen den absolut köstlichen Kakao und das fantastische Schokoladeneis wird zum täglichen Dessert. Die Zutaten in Baracoas Küchen sind exotischer als im Rest des Landes, Meeresfrüchte, Kakao, Kokos und Honig. Lass es dir schmecken!

Video

Sehenswürdigkeiten auf einer Karte

Natur pur. So ist Baracoa und seine Sehenswürdigkeiten am besten zu beschreiben. Die Ausflüge in dir Natur sind bombastische und wir haben vor Ort spontan verlängert. Einen weiteren Tag hätten wir für einen Strandausflug genutzt, hatten jedoch leider keinen zeitlichen Puffer mehr – beim nächste Mal.

1 - Alexander-von Humboldt Nationalpark (Parque Nacional Alejandro de Humboldt)

Benannt nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt, der die Insel 1800 und 1801 besuchte. Seit 2001 ist der Nationalpark UNESCO-Weltnaturerbe. Etwa 70–80 % des Parks sind lokale oder nationale Endemiten, also existieren nur dort. Eine Tour durch einen der wertvollsten Nationalparks der Welt ist absolut beeindruckend. 

2 - Spaziergang am Malecón

Besonders zum Sonnenuntergang wird es so richtig romantisch am Malecón. Das Rauschen des Meeres, glitzerndes Wasser und das wundervolle Farbenspiel der untergehenden Sonne. Schau dir auch die Statue von Christopher Columbus an. Das Besondere an ihr? Sie wurde aus einem einzigen riesigen Holzstumpf gehauen.

3 - Fluss Yumuri

Du musst unbedingt auch den großartigen Ausflug zum Fluss Rio Yumuri machen. Schon der Weg dorthin hält einige gigantische Sehenswürdigkeiten bereit. Die Bootstour auf dem Fluss ist absolut einmalig und so entspannend. Lausche der Natur und lass deine Gedanken frei. Nicht nur im Yumuri Fluss kannst du dich erfrischen, auch auf der Rückfahrt gibt es einen wundervollen Strandabschnitt. 

4 - Parque de la Independencia

Das Herz der Stadt ist der Parque de la Independencia. Hier kannst du flanieren, mit Einheimischen plaudern, der Musik lauschen oder in einer der vielen kleinen Bars mit einem Getränk und Essen entspannen. 

5 - Catedral de Nuestra Señora de la Asunción

Direkt am Parque de la Independencia steht die älteste Kirche Kubas und in ihr findest du das Cruz de la Parra. Das Holzkreuz, das Kolumbus bei seiner Ankunft auf Kuba in den Boden gerammt haben soll. Es wurde von Papst Johannes Paul II. 1998 sogar gesegnet. Am Original-Standort wurde eine Kopie aufgestellt.

6 - Die Büste von Hatuey

Sie steht gegenüber der Catedral de Nuestra Señora de la Asunción. Er war der Häuptling der in Baracoa lebenden Indigenen und wurde von den Spaniern hingerichtet. Er sagte, er käme lieber in die Hölle als in einen Himmel voller Spanier. Nun schaut seine Büste auf eine christliche Kirche.

Transport

Anreise

Mit den Bussen von Viazul kommst du bequem nach Baracoa. Die Abgeschiedenheit der Stadt bedeutet eine längere Anreise. Doch wie immer ist in Kuba auch der Weg das Ziel und die Anreise ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, wenn du von Santiago anreist. Über Moa geht es schneller, bedeutet jedoch 2 Stunden Schotterpiste.

Transport in Baracoa

Die Stadt ist so klein, du kannst alles ganz einfach zu Fuß erreichen. Es fahren viele Bici-Taxis umher, also falls doch mal die Füße schlapp machen oder dein Gepäck zu schwer ist, lass dich fahren.

Nächster Stopp

Solltest du weiter in Richtung Osten wollen, musst du die Strecke über Moa fahren, was 2 Stunden Schotterpiste bedeutete. Wenn du keinen Mietwagen hast, musst du dir mit einem Gemeinschafts-Taxi (Colectivo) fahren. Die Vermittler dafür findest du am Hauptplatz, dem Parque de la Independencia und der Catedral de Nuestra Señora de la Asunción. Klär den Preis vorher und verhandel. Besonders, ob du bei deinem nächsten Reiseziel im Zentrum oder bei der neuen Unterkunft herausgelassen wirst. Der Preis sollte bei rund 20 EUR pro Person liegen.

Die besten Unterkünfte

Natürlich gibt es Hotels in Baracoa, doch die Casa Particulares sind alle einfach gigantisch. In unserer Unterkunft Casa Buena Vista, hatten wir das Zimmer im obersten Stock und dadurch eine atemberaubende Aussicht auf das Meer. Jeden Morgen sind wir mit einem grandiosen Ausblick aufgewacht. Absolut unvergesslich. Lass dir das Frühstück samt Kakao bloß nicht entgehen.

Was du in Baracoa essen solltest: Ein Geschmack von Kubas Schokoladen- & Kokosnuss-Hauptstadt

Baracoas Abgeschiedenheit hat eine der einzigartigsten und köstlichsten Küchen Kubas hervorgebracht. Das Essen hier ist exotischer als im Rest des Landes und wird von den reichlich vorhandenen lokalen Zutaten bestimmt: Kakao, Kokosnuss, frische Meeresfrüchte und tropische Früchte.

 

Vergiss die kubanische Standardküche; in Baracoa erwartet dich ein ganz besonderer Genuss.

1. Der Star der Show: Schokolade aus Baracoa

Baracoa ist das Herz der kubanischen Kakaoproduktion, und du darfst die Stadt einfach nicht verlassen, ohne dich diesem Genuss hinzugeben. Beginne deinen Tag wie ein Einheimischer und tausche deinen Kaffee gegen eine reichhaltige, dickflüssige Tasse Heiße Schokolade (Chocolate Caliente), die oft aus einer reinen, handgemahlenen Kakaokugel hergestellt wird.

 

Für ein himmlisches Dessert besuche die Casa Del Chocolate und probiere ihr exquisites Schokoladeneis. Der Geschmack ist tief, authentisch und unvergesslich.

2. Meeresfrüchte mit einem Hauch von Kokosnuss (Pescado con Leche de Coco)

Der charakteristische herzhafte Geschmack von Baracoa ist leche de coco (Kokosmilch). Das Gericht, das du unbedingt probieren musst, ist Pescado con Leche de Coco, bei dem frischer Fisch (oder manchmal Garnelen) in einer cremigen, aromatischen Sauce aus Kokosmilch, Knoblauch und lokalen Gewürzen geköchelt wird.

 

Die süße Cremigkeit der Kokosnuss harmoniert perfekt mit dem frischen Geschmack der Meeresfrüchte und schafft ein Gericht, das einzigartig für diese Region Kubas ist.

3. Cucurucho: Die einzigartige lokale Süßigkeit

Das wirst du nirgendwo sonst auf der Insel finden. Cucurucho ist eine traditionelle Süßigkeit aus Baracoa, die aus einer Mischung aus geriebener Kokosnuss, Honig, Zucker und Früchten wie Mango oder Guave hergestellt wird.

 

Diese klebrige, köstliche Masse wird in eine kegelförmige Hülle aus einem getrockneten Palmblatt verpackt. Du kannst es von Straßenverkäufern rund um den Parque de la Independencia oder in der Casa del Chocolate kaufen. Es ist der perfekte, tragbare Geschmack der Geschichte Baracoas.

4. Bacan: Der herzhafte Tamale von Baracoa

Eine weitere einzigartige lokale Spezialität ist der Bacan. Dies ist Baracoas Version eines Tamales, aber anstelle von Mais wird er aus geriebenen grünen Bananen hergestellt, die mit Kokosmilch und Gewürzen vermischt und oft mit Krabbenfleisch oder Schweinefleisch angereichert werden.

 

Die Mischung wird in ein Bananenblatt gewickelt und gekocht, was zu einer dichten, herzhaften und geschmackvollen Mahlzeit führt, die völlig einzigartig für die Region ist.

Unsere Insider Tipps auf einer Karte

1 - Cucurucho

Eine Mischung aus Kokos, Mango, Honig, Früchten, Zucker und vielem mehr. Eingepackt in getrockneten Kokosblättern. So etwas gibt es sonst nirgendwo auf der Insel und die Rezepte sind geheim. Also kauf auf Vorrat von den fliegenden Händlern am Parque de la Independencia oder im Casa del Chocolate.

2 - Casa del Chocolate

Hier kannst du verschiedene Schokoprodukte aus dem Baracoa Kakao kaufen. Das Schokoladeneis schmeckt himmlisch und du bekommst hier auch das Cucurucho, sogar günstiger als auf der Straße (nicht mit dem teureren Casa del Cacao verwechseln).

3 - Casa de la Trova

Hier wird getanzt und gelacht und getrunken. Eine Mischung aus Jung und Alt, Einheimische und Touristen. Die Einheimischen haben es ziemlich drauf und so tanzt der 75-jährige José  einige imposante Soli. Ein genialer Abend ist vorprogrammiert. Trink, tanz und hab einfach Spaß!

4 - El Yunque

Den Taínos war der Berg heilig, den Seefahrern diente er als Orientierungshilfe. 575 Meter hoch und beheimatet eine einmalige, zum Teil endemische Tier- und Pflanzenwelt. Touren gehen nur mit einem Guide und aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit kann der Aufstieg recht mühsam werden. Am Ziel angekommen, wirst du mit einem fantastischen Ausblick belohnt.

5 - Playa Maguana

Dieser Strand liegt nördlich vom Rio Toa. Das besondere? Du teilst dir den Strand meistens mit frei herumlaufenden Schweinen und Hühnern, alle ganz harmlos und lieb. Von hier kannst du auch einen Ausflug zum Riff machen und das Hotel Restaurant Villa Maguana lockt mit leckerem Essen und Cocktails.

6 - Playa de Miel

Der Playa de Miel ist der Hausstrand Baracoas. Hier mündet der Rio Miel, der „Honigfluss“ ins Meer. Einer Legende nach hat ein Taíno-Mädchen so sehr um ihren Liebsten geweint, denn er wollte die Stadt verlassen. Ihre Tränen ließen den Fluss ansteigen. Er war so sehr davon berührt, dass er blieb und sie heiratete. So sagt man heute: Jeder, der im Rio Miel schwimmt, kommt immer wieder an seine Mündung zurück.

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