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Höhenkrankheit verbinden viele mit Klettern und dem Besteigen von Gipfeln, doch dass viele Reiseziele auch mit extremen Höhen dienen, vergisst man schnell.
Da gibt es einige in Südamerika, Asien und Afrika. Um nicht deine Gesundheit zu gefährden und auch keinen Reisetag zu verlieren, gibt es ein paar super einfache Tipps. Das Wichtigste ist: nicht zu schnell nach oben, plan deine Route mit leichten Anstiegen und gewöhne deinen Körper an die dünnere Luft. Trink ausreichend Wasser und gönn dir genügend Ruhe.
Du hast so gar nichts davon, mit Kopf- und Gliederschmerzen und Übelkeit auf 3500 Metern Höhe zu liegen und einfach 3 Tage auszufallen – macht keinen Sinn und ist elendig anstrengend. In diesem Artikel befassen wir uns mit den Tipps zur Vorbeugung, den Symptomen und der Behandlung der Höhenkrankheit, damit du sicher zu hoch gelegenen Zielen reisen kannst.
Prävention und Tipps zur Akklimatisierung
Eine Reise in höhere Lagen solltest du tatsächlich gut planen und vorbereiten. Denn mit der Höhenkrankheit ist nicht zu spaßen. Denn je weiter es nach oben geht, desto dünner wird die Luft. Unser Körper reagiert auf den Sauerstoffmangel sofort mit beschleunigter Atmung und einem höheren Puls.
Kopfschmerzen und Übelkeit sind häufige Symptome. Kurz gesagt, es geht dir nicht gut bis richtig schlecht, du verlierst Reisetage und all das kannst du dir ersparen, indem du deinen Körper schrittweise an die Höhe gewöhnst. Durch ausreichende Akklimatisation kann eine akute Höhenkrankheit vermieden werden. Bei einer erfolgreichen Akklimatisation ist der Puls normal und die Atmung tief.
Ab etwa 1.500 Metern beginnt sich bei vielen die Höhe bemerkbar zu machen. Nach einiger Zeit in einer bestimmten Höhe ist dein Körper für diese Höhe angepasst, wie lange das dauert, ist individuell. Die wichtigsten Empfehlungen zur Vorbeugung einer Höhenkrankheit sind: Nicht zu schnell zu hoch steigen (oberhalb von 2500 Meter, maximal 300 – 500 Höhenmeter pro Tag).
Alle drei Tage sollte ein Pausentag eingelegt werden. Nie mit Symptomen einer Höhenkrankheit weiter aufsteigen! Fluchtwege in tiefere Regionen sollten immer möglich sein.
- Tipp: Verschreibungspflichtige Medikamente, vor allem das Sulfonamid Acetazolamid, helfen. Voraussetzung ist eine vorherige ärztliche Verordnung (Rezept) und Beratung.
Symptome
Das häufigste Symptom der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen. Die werden in der Regel von Übelkeit, Schwindel, Kurzatmigkeit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit begleitet. Weitere Beschwerden können Erbrechen, Verwirrung und Schlafstörungen sein. Wenn eines dieser Symptome auftritt, ist es wichtig, dass du eine Pause einlegst und dich ausruhst.
Aus eigener Erfahrung können wir dir nur raten, auch leicht verspätet mit solchen Symptomen zu rechnen. Uns hat es damals mitten im Schlaf ereilt und wir hatten Glück, dass Schmerzmittel und Bettruhe geholfen haben.
- Tipp: Touranbieter, Hotels, Züge, Busse und alle die mit Höhe zu tun haben, haben oft ein Sauerstoffgerät
Doch in manchen Fällen können die Symptome auch schwerer ausfallen. Wenn eine Person Atembeschwerden, ein Engegefühl in der Brust oder eine bläuliche Färbung der Haut hat, sofort zum Arzt. Dies sind Anzeichen für eine ernste Form der Höhenkrankheit, das sogenannte Höhenlungenödem (HAPE).
Behandlung
Die Behandlung der Höhenkrankheit hängt vom Schweregrad ab. In leichten Fällen hilft Ruhe, viel Trinken und das Vermeiden anstrengender Aktivitäten. Generell bleibt es dabei: langsam an die Höhe gewöhnen und deine Reise entsprechend planen. Denn dich halb krank, samt Schnappatmung einen Berg hinauf zu schleppen bringt dir nichts. Dann doch besser geplant und der Möglichkeit alles in Ruhe zu genießen.
Sobald du dich zu unwohl fühlst, ab zum Arzt. Der kann dir Medikamente empfehlen, um die Symptome zu lindern. Acetazolamid wirkt, indem es die Flüssigkeitsmenge in der Lunge verringert, was zur Linderung der Symptome beiträgt. Auch Ibuprofen und Dexamethason können helfen. Doch manchmal müssen Betroffene in eine niedrigere Höhe gebracht werden, besser nicht riskieren und langsam an die Höhe herantasten.
Ernährung
Neben Medikamenten gibt es auch einige natürliche Mittel, die die Symptome lindern können. Eine kohlenhydratreiche Ernährung und viel Flüssigkeitszufuhr helfen. Zudem sollte auch auf Alkohol und Koffein verzichtet werden. Ingwer ist ein natürliches Heilmittel, das nachweislich Übelkeit und Erbrechen lindert. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Ingwer Wechselwirkungen mit Medikamenten haben kann, daher kläre den Punkt vor der Einnahme.
Höhenkrankheit bei Kindern
Die Symptome bei Kindern können schwieriger zu deuten sein. Manche sind sehr rastlos, andere appetitlos, Erbrechen, verändertes Spielverhalten oder schwere Schlafstörungen können Auswirkungen haben.
Problematisch ist zudem, dass Kleinkinder sich nicht so klar äußern können. Zudem können sich ihre Körper langsamer an die Höhe anpassen, da sie sich noch in der Entwicklung befinden. Daher solltest du mit Kindern langsamer machen und dich auch in jedem Fall mit dem Kinderarzt im Vorfeld besprechen. Wenn dein Kind unter den Symptomen der Höhenkrankheit leidet, solltest du einen Arzt aufsuchen.
Schlussfolgerung
Die Höhenkrankheit ist ein echter medizinischer Zustand, der gefährlich sein kann, wenn er nicht richtig behandelt wird. Es ist wichtig, dass du dir der Symptome bewusst bist und mögliche Gegenmaßnahmen kennst. Ein Arzt kann dir Medikamente oder natürliche Heilmittel empfehlen, um die Symptome zu lindern. Mit dem richtigen Wissen und den richtigen Vorsichtsmaßnahmen kannst du sicher zu hoch gelegenen Zielen reisen.
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